Zu den echten Highlights in jedem Jahr auf der SIHH gehört natürlich Jaeger-LeCoultre. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchem Engagement – persönlich, kreativ, technisch und unternehmerisch – gerade in den letzten zwei Jahrzehnten die Marke auf das heutige Niveau gebracht wurde.
Jaeger-LeCoultre bringt es letztlich selbst durch ein einziges Wort auf dem Punkt: Erfinden! Jager-LeCoultre baut nicht nur Uhren oder entwickelt wunderschöne Kustwerke. Vielmehr hat man es sich dort zum Ziel erkoren, ein übergreifende Stimmigkeit zu erzeugen, die man nur erreichen kann, wenn man die Uhr als Gesamtheit versteht und entsprechend entwickelt. Also Uhrwerk, Design, Material – alles aus einem Guss. Und genau das kann man auch in diesem Jahr jeder Uhr ansehen.
Absolutes Highlight ist natürlich die Duomètre à Sphérotourbillon (605 25 20) mit seinem neuen Kaliber 382 und gebaut aus beeindruckenden 460 Teilen. Die Novität des Sphérotourbillon ist eine zusätzliche geneigte Bewegungsachse von 20 Grad, die den Einfluss der Schwerkraft auf die Unruh weiter reduziert.
Die Uhr bietet eine dezentrale Zeitanzeige, eine Gangreserve-Anzeige für beide Federhäuser, eine zweite Zeitzone im 24-Stunden-Format, eine gestoppte Sekunde zur exakten Zeiteinstellung und 50 Stunden Gangreserve. Die Uhr hat 42 mm Durchmesser, ein Roségold-Gehäuse und wirkt für eine Uhr mit Tourbillion erstaunlich elegant und flach. Der Verkaufspreis wird etwa bei €200.000,- liegen. Sicher könnte man die Uhr auch für das Doppelte verkaufen.
Deep Sea Vintage Chronograph – eine Ergänzung der Deep Sea Serie, die mit der Tribute To Deep Sea auf der letzten SIHH initiiert wurde. Von diesem Modell wird es eine Standard- und eine Boutique-Edition geben. Im Gegensatz zur Tricompax-Anordnung der Totalisisatoren weißt die Boutique-Edition nur zwei Totalisatoren in Bicompax-Anordnung aus.
Interessantes Details bei der Konzessionärs-Version ist der spezielle Chrono-Indikator – mittig oberhalb der Totalisatoren:
Jaeger-LeCoultre Reverso Répétition Minutes à Rideau – eine limitierte Edition der Reverso. 75 Stück der Exemplare der Reverso Répétition Minutes à Rideau und weitere 8 weitere der Edition Venise mit Brücken und Blatt in Blaugold.
Bei der Master Control gibt es kleinere Anpassung und Veränderungen – vor allen Dingen im Bereich der Lünette. Die Master Ultra Thin Réserve de Marche ist die Wiedergeburt des beliebten Klassikers.
Die Master Ultra Thin Tourbillon ist für mich eine der schönsten Uhren der diesjährigen SIHH – eine der elegantesten Uhr mit die Tourbillion, die jemals gefertigt wurde. Stilvoll mit aufregender Technik und trotzdem Understatement pur. Und mit einem Verkaufspreis von €59.000,- auch preislich eine Kampfansage.
Die Jaeger-LeCoultre Master Grande Tradition à Répétitions Minutes fasziniert nicht nur durch die modernes und doch zeitloses Erscheinungsbild – sie klingt zudem noch wunderschon. Die Minutenrepetition erklinkt glasklar und auch bei lautem Umgebungsgeräusch gut wahrnehmbar. Die Uhr selbst besticht wieder durch ihre JLC-typische Symmetrie und diesen hochinteressanten Mix aus modernen und klassischen Elementen.
Die Duomètre à Quantième Lunaire 40.5 ist ein seltener Vertreter eines Jahreskalender mit der Ganggenauigkeit eine Chronometers. Ermöglicht wird dies durch das sog. Dual-Wing Uhrwerk, bei dem zwei separate Federhäuser unabhängig die Energie für Hemmung/Unruh und die die Umschaltung der Anzeige-Elemente liefern. Das die Quantième Lunaire zudem wunderschön ist, muss man wohl nicht extra erwähnen.
Auch bei den Atmos-Modellen gibt etwas Neues zu vermelden. Die Atmos Marqueterie „Der Kuss“ schliesst die aufwändige Gustav Klim serie ab. Das Klim-Motiv der Marqueterie wurde aus mehr als 1.200 Holzstücken edelster Hölzer zusammen gefügt, die teilweise mit Blattgold veredelt sind. Das Modell der Atmos wird in einer Auflage von nur 10 Stück gefertigt.
Diskussion zum Thema im Watchlounge Forum
Grünes Licht für die SIHH 2012