Auch mein diesjähriger Besuch in Genf sollte sich nicht auf die grossen Uhrenmessen beschränkten, bis ich soviele Kilometer auf den Messen gelaufen bin, dass mir die Füsse schmerzen.
Vielmehr wollte ich die Zeit in Genf auch nutzen, um mir Uhrenmodelle anzuschauen, die nicht auf den Messen ausgestellt wurden.
Besonders am Herzen lag mir ein Besuch der Manufaktur von Francois Paul (FP) Journe, die sich in einem wundervollen Industriegebäude mitten im Herzen von Genf befinden. Schon in der Eingangshalle wird von von einer hochkomplexen riesigen Standuhr begrüsst, die Monsieur Journe, der Gründer der Manufaktur, wohl auf einer Auktion erworben hat.
Nach einer Führung durch die Produktionsbereiche und die Assemblage, wurde mir die gesamte Kollektion des Hauses vorgestellt. Sicher kennen viele die vergangenen Modelle, wie die Resonance oder die Centigraphe, in ihren schweren Goldgehäusen.
Das sollte aber nur der Anfang sein. FP Journe hat eine neue Uhrenlinie ins Leben gerufen, und diese Uhren nennen sich „Line Sport“.
Die Uhren sind federlich, das Gehäuse besteht hier aus Aluminium, und nur dem Rotor des automatischen Kalibers wurde Tungsten zugeführt, um die Schwungmasse zu erhöhen, um die notwendige Energie zum Betrieb der Uhr sicherzustellen.
Die gesamte Uhr wiegt nur ca. 50 Gramm. Das Tragegefühl ist bei dieser Uhr sehr außergewöhnlich – die Line Sport scheint quasi am Arm zu verschwinden. Die hat einen Durchmesser von ca. 42mm. Der Preis wird bei etwa CHF 55.000,- liegen.
Für den deutschen Sammler und Uhrenbegeisterten wird der Kauf einer FP Journe leider mit Mehraufwand verbunden sein, da hierzulande leider kein Konzessionär dies Marke führt.